15. September 2016

Fünf Romane grandioser Literatur gegen vier Werke einfältigen Lesevergnügens


Hallo, liebe Literaturfanatiker!

Ich möchte euch heute insgesamt neun Bücher vorstellen. Fünf wahnsinnig gute, spannende und einfallsreiche Romane, die zu meinen absoluten Lieblingen gehören und vier Werke, die mich überhaupt nicht überzeugt haben.



Grandiose Literatur

Die Zwerge – Markus Heitz
Den ersten Teil der fünfbändigen Trilogie habe ich in der letzten Woche begonnen und befinde mich auf etwas mehr als der Hälfte. Die Geschichte ist sehr gut gestartet und obwohl ich mich zunächst in die Charaktere hineinversetzen musste, so sind sie mir mittlerweile sehr sympathisch. Die Handlung ist spannend, und interessant finde ich, dass die Zwerge nun die Hauptrolle spielen. Das erste Buch hat mich schon jetzt überzeugt und es gehört zu meinen absoluten Lieblingen.

Die Stadt der Träumenden Bücher – Walter Moers
Mit diesem Buch hat mich der Autor in den Bann gezogen. Die Welt Zamonien ist besonders und wahrhaftig einzigartig mit seinen Hauptfiguren und der Stadt aus Papier. Wie habe ich das Buch geliebt und wie verzaubert habe ich die Seiten nach und nach verschlungen! Jederzeit würde ich die Lektüre noch einmal lesen, doch hier möchte ich sie euch ans Herz legen. Dieses Buch über Bücher wird alle von euch, die gerne in der Fantasy-Welt zu Hause sind, überzeugen.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green
Ich nenne euch fünf Gründe, warum dieser Roman für mich grandiose Literatur ist. Erstens: Ich bin verliebt in den Schreibstil des Autors. Zweitens: Der Ansatz, etwas Positives aus dem Thema Krebs zu ziehen, gefällt mir. Drittens: Die Namen. Wie kommt man auf diese Namen? Hazel Grace erinnert mich immer an, seid bitte nicht entrüstet, eine Haselnuss, und Augustus Waters klang im Kino sehr lustig, denn die, die das Buch vorher nicht gelesen haben, hörten sicherlich noch etwas anderes heraus. Okay, das ist eigentlich weniger lustig, aber vielleicht brauchten sie es. Viertens: Die Charaktere sind stark, trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – ihrer Krankheit. Fünftens: Die Zitate sind vieles wert und John Green weiß mit Worten umzugehen.

Der Schwarm – Frank Schätzing
Vollgepackt mit unglaublichem Wissen erschien mir diese Lektüre als unüberwindbares Hindernis, doch ich wurde getäuscht von der Masse der Seiten. Der Roman ist fabelhaft und die Informationen sind so fein säuberlich recherchiert, wie es sich für einen wunderbaren Wissenschaftsroman gehört. Das Thema über die Mikrobiologie hat mich sogleich beeindruckt und ich habe sogar in der Schule meine Facharbeit über das darin vorkommende Thema geschrieben: Methanhydrat.

Gehe hin, stelle einen Wächter – Harper Lee
Nachdem das erste Werk der Autorin, Wer die Nachtigall stört, sofort als Lesehighlight 2015 ausgewählt wurde von mir, war es klar, dass ich die Fortsetzung ebenfalls lesen muss. Auch diese Geschichte, in der es ebenfalls um Scout und ihre Familie geht, konnte mich begeistern und überzeugen. Es sind Bücher, die bewegen und die etwas in der Welt verändern können – wenn auch nur Kleines.



Einfältiges Lesevergnügen

Allee der Kosmonauten – Anne Krüger
Bei diesem Roman habe ich mich definitiv vom Cover ablenken lassen und auch vom Titel. Ich mag den Weltraum und ich mache mir gerne Gedanken darüber. Vielleicht hätte ich mir eher Gedanken über das Buch machen sollen, denn es ist wirklich schlecht. Wenn du glaubst, noch mehr negative Stimmung kann die Geschichte nun wirklich nicht bieten, dann warte bis zum Ende. Es wird immer schlimmer. Es geht um die Suche nach sich selbst und hat in keinem Fall etwas mit Kosmonauten oder dem All zu tun. Es geht nur um das Leben der Protagonistin, und die scheint das gesamte Buch mit Depressionen zu durchziehen. Keine Spannung, keine Abwechslung, ein Buch, vollgepackt mit Monotonie.

Krabat – Otfried Preußler
Vor vielen, vielen Jahren, in meiner Kindheit, habe ich dieses Buch begonnen und es war das erste, das ich abgebrochen habe, weil die Geschichte nicht spannend wurde und mich in keiner Hinsicht begeistern konnte. Leider kann ich mich an den Inhalt nicht mehr wirklich erinnern und meine Schwester findet die Geschichte klasse, doch ich sah in diesem Buch immer nur eine Person, Krabat, und die Flucht aus der Mühle.

Das Geheimnis der Queenie Hennessy – Rachel Joyce
Nachdem ich zwei andere Romane der Autorin gelesen habe, die mir sehr gefallen haben, wollte ich mich dem dritten Buch widmen, doch schon bei Seite 70 fehlte mir die Lust, überhaupt weiterzulesen. Bis dahin gab es keine nennenswerten Vorkommnisse und die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen, da es in diesem Fall um die schwer kranke Queenie Hennessy geht, die wir bereits in Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry kennen gelernt haben. Vielleicht werde ich später noch einmal in diesen Roman hineinschnuppern, doch zur Zeit besteht diese Option nicht.

Shining – Stephen King
Für mich gehört das Buch zu dieser Kategorie, denn ich habe etwas ganz anderes erwartet und war am Ende mehr als enttäuscht. Erwartet habe ich eine spannende, sehr spannende, Geschichte, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Allerdings war es eher eine komplett unrealistische Psychogeschichte, auf die ich nicht vorbereitet war. Dennoch möchte ich ein weiteres Buch des Autors ausprobieren, denn ich glaube, dass andere Thriller des Autors weitaus mehr Potenzial besitzen.


Bei welchen Büchern geht es euch ähnlich? Würdet ihr eine andere Wahl treffen?

Kommentare:

Nellys Leseecke

Huhu Liebes,
eine grandiose Überschrift und ein noch tollerer Post!
Für mich würde "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" allerdings eher in die zweite Kategorie zählen und zwar direkt aus deinem erstgenannten Grund. John Greens Schreibstil und ich... das wird in diesem Leben nichts mehr.
Aber "Der Schwarm" steht seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner Wunschliste. Und das ist wörtlich zu verstehen. Ich sollte das Buch wirklich unbedingt dringend mal lesen :)

Alles Liebe, Nelly

Marie

Liebe Nelly,

ja, das solltest du. Ich habe das Buch wirklich geliebt und ich schwärme immer wieder davon. In der Schule hat mich Biologie nie wirklich gereizt, aber da haben wir auch nicht solch interessanten Themen durchgenommen. Und mal ehrlich: Die doch teilweise nüchterne Art, mit der Frank Schätzing die Geschichte erzählt, machen die Katastrophen nur noch größer, schlimmer, aber vor allem beeindruckender. :)

Liebste Grüße
Marie

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