6. Juli 2016

Die Bibliomanie – Wenn eine Leidenschaft zur Sucht wird


Hallo, ihr Lieben!

Ihr kennt sie bestimmt alle: die Bibliomanie. Laut Wikipedia bezeichnet Bibliomanie „eine übersteigerte Leidenschaft für Bücher, die Kennzeichen einer Sucht aufweist“. Da gibt es doch nichts hinzuzufügen oder? Bibliomanie ist bereits in der medizinischen Fachliteratur zu finden und doch würde ich nicht sagen, dass diese Sucht ein großes Problem darstellt, außer bezüglich des Geldes und des Platzes.

„Wie hoch muss man die wunderbare Macht der Bücher schätzen, da wir durch sie sowohl die Grenzen der Erde als auch der Zeit unterscheiden können. Wir betrachten in ihnen, wie in einem Spiegel der Ewigkeit, die Dinge, die sind, und die Dinge, die nicht sind.“ – Richard de Bury

Auf meinem SuB liegen etwa an die 50 Bücher, doch ich gebe mir große Mühe, ihn nach und nach abzubauen. Seit ein paar Monaten geht das ganz gut, da ich mir nicht viele neue Bücher kaufe, um für meine Reise nach Südafrika zu sparen. Ich gehe sehr oft in meine Lieblingsbuchhandlung und jedes Mal finde ich neue Bücher, die ich mir am liebsten sofort kaufen möchte. Unvollendete Trilogien, Bücher, die endlich in der Taschenbuchausgabe erschienen sind und viele andere, die ich auf euren wunderbaren Blogs gefunden habe. Aber wie soll ich all diese Bücher jemals lesen? Nagut, im Gegensatz zu manch anderen ist mein SuB relativ klein, doch für mich bereits jetzt eine unglaubliche Aufgabe, die zu schaffen ich wahrscheinlich Jahre brauche. Das kommt allerdings auch daher, dass ich nicht immer nur neue Bücher lese, sondern auch meine älteren noch einmal oder zweimal oder noch öfter.


Seit Wochen nun gehe ich in die Buchhandlung ohne ein einziges Buch zu kaufen. Ich weiß selber nicht, wie ich das aushalte, aber es funktioniert tatsächlich. Ich lebe noch, aber das ist vielleicht auch nur meinen treuen Büchern zu verdanken, die ich bereits besitze und die mir Tag für Tag schöne Lesestunden bescheren.

„Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.“ – Cornelia Funke

In Büchern stecken wunderbare Geschichten, tolle Charaktere und einzigartige Abenteuer, die man sonst nie erleben würde. In einem Buch bist du immer dabei, mittendrin in der Handlung und du kannst jederzeit hinein und wieder hinaus. Du musst nicht lange darauf warten. Du schnappst dir ein Buch und kannst darin eintauchen, so lange du möchtest. Das alles soll nun negativ sein? Die übersteigerte Leidenschaft zu Büchern? Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Meiner Meinung nach hat es bei mir noch keine gravierenden Ausmaße angenommen, doch sollte ich jemals das Bedürfnis verspüren, deswegen zum Arzt zu gehen, kann ich ihm immerhin mitteilen, welche Krankheit ich habe. (Gibt es dafür auch Medikamente? Würde mich ja mal interessieren.)

Wie weit ist eure Krankheit bereits fortgeschritten?

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