10. Juli 2016

„Der Herr der Ringe“ – Mein Unikat

Liebe Bücherwürmer!

In den letzten Wochen gab es bei vielen Bloggern Gesprächsstoff und zwar die Professionalisierung von Buchblogs. Ich möchte hier nicht unbedingt darauf eingehen, sondern nur einen kleinen Beitrag dazu leisten: Von nun an möchte ich meine Fotos noch sehr viel professioneller arrangieren und mich intensiv damit beschäftigen. Gute Fotos machen einiges aus auf einem Blog und da ich selber gerne fotografiere, gebe ich mir nun umso mehr Mühe. Natürlich sollen auch meine Inhalte interessanter und besser werden.

Aber nun möchte ich erstmal zu einem Buch kommen und zwar zu Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien. Und zwar nicht zu irgendeiner Ausgabe davon, sondern meinem Unikat, dass ich für meine Schwester habe anfertigen lassen und das gestern per Post bei mir angekommen ist. Der Wunsch meiner Schwester nach einer besonderen Ausgabe des Buches ist seit Monaten groß, denn die aktuelle, rote, gebundene Ausgabe besitzt wirklich kein schönes Cover. Natürlich kommt es hauptsächlich auf den Inhalt an, doch da Der Herr der Ringe ein Klassiker ist, der überall zu finden ist, muss es etwas Besonderes sein.


Bei Anna, die die Kunst der Handbuchbinderei beherrscht, habe ich genau das gefunden, was ich gesucht habe. Für jegliche Bücher stellt sie individuelle Einbände her, die aus einem Buch ein Unikat entstehen lassen. Dafür war mir relativ schnell klar, dass es unbedingt die aktuelle, rote Ausgabe sein muss, da die roten Seiten einen ganz besonderen Charme haben, den ich unbedingt nutzen wollte. Zunächst entschied ich mich für ein dunkelrotes Leder, doch das ließ sich nicht so richtig mit der goldenen Schrift vereinen und so entschied ich mich für ein knalliges Rot, welches das Gold wunderbar herausstechen lässt. Ich wollte auf dem Cover keinerlei Schnick-Schnack haben, denn da das Buch ein Klassiker ist, wie bereits erwähnt, muss es schlicht und zeitlos sein. Einzig und allein die Elbeninschrift des Ringes hätte mir noch gefallen, doch das wäre wahrscheinlich um einiges teurer gewesen, sodass ich lieber doch bei der schlichten Version geblieben bin.



Beim Vorsatzpapier habe ich mich für ein ausdrucksstarkes Drachenpapier entschieden, das ganz hervorragend zu der Geschichte und auch zum Einband passt. Die Drachen sind nicht, wie ich erwartet habe weiß, sondern beige, was noch sehr viel besser passt und was mich, als ich es in den Händen gehalten habe, sehr glücklich gemacht hat. Die Lesebändchen wollte ich unbedingt in den ursprünglichen Farben, also Rot und Gold, beibehalten, um auch die Farbe der Titelprägung wieder aufzugreifen. Beim Einband fällt nun der eher lästige Schutzumschlag weg, den wohl die meisten beim Lesen abnehmen. Der einfache, aber dennoch sehr wirkungsvolle Einband liegt sehr gut in der Hand und das Leder fühlt sich weich an.

Bei diesem Buch handelt es sich um die Gesamtausgabe des Klett-Cotta Verlages in der Übersetzung von Margaret Carroux, die es mit dem eben genannten roten Buchschnitt gibt. Ich selber habe eine ähnliche Ausgabe, nur dass es die Übersetzung von Wolfgang Krege aus dem Jahr 2001 ist, die es mittlerweile aber nicht mehr neu gibt, was wirklich schade ist. Mir war es allerdings wichtig, dass das Buch neu ist und meine Schwester es als erstes überhaupt selber lesen kann. Weiterhin wollte ich gerne alle drei Bände in einem Buch haben, denn das ist wesentlich praktischer und sieht in diesem Fall wirklich klasse aus. Diese Ausgabe enthält zwei Karten im Buchrücken. Die eine vom Westen von Mittelerde und die andere von Teilen Rohans, Gondors und Mordors.


Das Ganze ist ein Unikat und auch als solches gekennzeichnet. Heute früh habe ich gesehen, dass hinten in das Vorsatzpapier Annas Stempel eingeprägt wurde, was sehr gut wirkt. Insgesamt sieht Der Herr der Ringe noch viel schöner aus, als ich es erwartet habe und ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, dass es so toll geworden ist. Die Farben sind stimmig, der Einband sieht wunderschön aus und das Vorsatzpapier veredelt das Unikat schlussendlich noch.

Meine Schwester kann stolz sein auf dieses Buch und ich weiß, dass sie es lieben und in Ehre halten wird. Vermutlich bekommt es sogar einen Ehrenplatz, aber das hat es auch verdient. Ich danke Anna für diese wundervolle, grandiose und wahrhaftig schöne Arbeit!

Und ihr? Welche Ausgabe besitzt ihr?

Kommentare:

Mieze Schindler

Huhu!
Das ist ja wirklich mal eine tolle Idee.
Meine HdR-Ausgabe ist von Klett-Cotta in der Krege-Übersetzung - allerdings gebraucht gekauft und die Bücherrücken und der Schuber sind ziemlich ausgebleicht. Gelesen und geliebt.

Aber diese Ausgabe für deine Schwester ist natürlich etwas ganz besonderes und würde ich sowas erhalten, dann würde ich extra dafür eine Vitrine kaufen, damit es immer geschützt steht.

Liebe Grüße,
Linda

Marie

Hallo liebe Linda!

Ich besitze auch die Klett-Cotta Ausgabe in der Krege-Übersetzung und mag sie sehr gerne. Ich habe sie geschenkt bekommen, allerdings war sie neu (nehme ich zumindest an). Wie ich letztens gesehen habe ist meine die Auflage aus dem Jahr 2001. Schon etwas älter also...
Das mit der Vitrine hat meine Schwester auch gleich vorgeschlagen, und sie hat auch gleich geschaut, wo sie so etwas bekommen kann. Mal sehen, ob sie sich eine kauft.

Liebe Grüße

Marie

Kristin S.

Hallo :)
Das ist wirklich eine ganz wundervolle Ausgabe geworden. Ich bin total verliebt in das Vorsatzpapier, das du ausgesucht ast, und ds Gold mit dem Rot passt einfach perfekt zur Geschichte. Unglaublich schön!
Ich habe selbst mal einen Buchbindekurs gemacht und weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt. Darf ich fragen, mit wie viel man da so preislich rechnen muss bei einem ähnlichen Buch wie deinem?
Ganz liebe Grüße, Krissy ♥

Marie

Liebe Krissy,

vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass dir die Ausgabe gefällt. Die Farben habe ich extra so gewählt, dass sie sich perfekt in die Handlung einpassen. Auch ich habe vor ein paar Jahren ein Praktikum in einer Buchbinderei absolviert, und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich durfte sogar selber ein Buch von mir neu binden. Das war eine unglaubliche Erfahrung, doch so ein tolles und ereignisreiches Buch neu binden zu lassen ist noch eine ganz andere Nummer. Preislich musst du da im unteren dreistelligen Bereich rechnen, je nachdem was genau du haben möchtest. Aber ich leite dich da gerne an Anna weiter, die ich auch in meinem Post verlinkt habe. Hier findest du noch einmal ihre Homepage:

http://www.annabuchwunder.de/

Liebe Grüße
Marie

Abraxas

Hi :-)

Ich besitze dieselbe Ausgabe wie du. Früher hatte ich die dreibändige grüne Taschenbuchausgabe im Pappschuber, bei der die Bücher trotz vorsichtiger Behandlung aber aus dem Leim gingen – echt bedauerlich. Die ist dann bei einem Mädchen gelandet, das totaler Herr-der-Ringe-Fan ist.

Die Idee mit der individuellen Bindung finde ich richtig schön. Da wird ein herausragendes Buch noch weiter aufgewertet…

Liebe Grüße von Abraxas

Marie

Hallo Abraxas,

die grüne Taschenbuchausgabe kenne ich auch, aber es ist doch schon sehr praktisch, wenn alle drei Bände in einem Buch sind. Besonders da es sich um „Der Herr der Ringe“ handelt. Aber ich stimme dir zu, es wird noch weiter aufgewertet, aber vor allem wird es einzigartig.

Liebe Grüße
Marie

Lottasbuecher

Hallo,
was für eine wunderbare Idee so etwas zu machen. Einfach grandios. ich denke, das werde ich mir für mein Lieblingsbuch auch einmal überlegen. So cool, ehrlich. Ich wüsst nur auf Anhieb leider gar nicht welches ich nehmen würde. ^^ Vielleicht würde ich mir "Zwei an einem Tag" schön binden lassen. Hach danke für diese tolle Idee.
Ich habe heute (11 Uhr) einen Beitrag zum Thema #thepowerofbblogs veröffentlicht und habe dort genau diesen Beitrag hier verlinkt. :) Ich hoffe, das ist okay.

Liebst, Lotta

Marie

Liebe Lotta!

Ich danke dir vielmals für die Verlinkung auf deinem Blog. Darüber habe ich mich sehr gefreut. :)
„Der Herr der Ringe“ habe ich nun, wie gedacht meiner Schwester geschenkt und sie hat sich riesig gefreut. Wenn ich diese Wahl für mich treffen müsste, ich wüsste auch nicht, welchem Buch ich einen neuen Einband schenken würde. Vielleicht „Die Tribute von Panem“?!

Liebe Grüße
Marie

Tobi

Liebe Marie,

das Buch ist aber sehr schick, wie bist du nur auf Anne und die Idee dir ein Unikat zu machen gekommen? ;)

Ich finde das rote Drachenpapier als Vorsatz auch sehr schick und genial. Rot und Gold als Akzentfarben macht sich auch echt gut. Ich muss aber gestehen, dass mir Rot und Weiß doch besser gefällt, auch jetzt im direkten Vergleich. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ich wünsche deiner Schwester viel Spaß mit dem Buch. Meine Prunkausgabe habe ich erst rezensiert und gestern darüber gebloggt.

Liebe Grüße
Tobi

Marie

Lieber Tobi,

natürlich habe ich das auf deinem Blog gesehen und war sofort begeistert. Weiß finde ich sehr edel, doch ich mochte Rot lieber, nicht zuletzt weil auch die andere Ausgabe in Rot erscheint. Weiß war mir einfach zu anfällig. Das Drachenpapier habe ich bei deinem Buch gleich geliebt, wobei ich allerdings dachte es sei Rot und Weiß und nicht leicht gelblich, was mir im Nachhinein noch viel besser gefällt, denn so passt es einfach viel besser zu dem Gold, was ich unbedingt beibehalten wollte.

Liebe Grüße
Marie

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