16. Mai 2016

Unverhofft reich – unverhofft grandios

Hallo, ihr Lieben!

Buchfresserchen stellt heute eine wunderbare Frage, die ich gerne beantworten möchte. Welches Buch ist dir nur durch Zufall in die Hände geraten und entpuppte sich als großartig? Das folgende Buch habe ich geschenkt bekommen. Ich kannte den Autor noch nicht, doch nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wollte ich die anderen Geschichten ebenfalls lesen.


Die Rede ist von Der Fürst des Nebels von Carlos Ruiz Zafón. Die meisten von euch werden den Autor von anderen Büchern kennen, doch diese Geschichte war die erste des Autors, die den Weg zu mir gefunden hat. Zunächst war ich überrascht, dass ich dieses Buch bekommen habe, da ich eher wenige Krimis lese, doch natürlich war ich gespannt, denn der Klappentext war sehr vielversprechend. So bin ich unverhofft an ein grandioses Buch gekommen, welches mich total umgehauen hat.

Sommer 1943: Max zieht mit seiner Familie in ein altes Haus am Meer, um dem Krieg zu entkommen. Dort angekommen kommen Max und seiner Schwester Alicia erste Zweifel, ob dies die richtige Idee war, denn es scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Vor vielen Jahren ist ein kleiner Junge unter rätselhaften Umständen ertrunken und die Familie lebte in demselben Haus, indem nun auch Max wohnt. Das Geschehen um den kleinen Jacob scheint aber noch nicht vergessen zu sein. In Roland, dem Sohn des Leuchtturmwärters, hat Max einen richtigen Freund gefunden. Auch Alicia versteht sich gut mit ihm und schon bald kommen sich die drei näher. Bei gemeinsamen Tauchgängen um ein gesunkenes Schiff an der Küste spürt Max, dass etwas Schreckliches in der Tiefe lauert. Im alten Haus findet Max' Vater Filme, die von Jacob stammen und Max weiß, dass darin der Schlüssel zu all den Geheimnissen liegt: zum Skupturengarten, dem Schiff names Orpheus, dem alten Leuchtturmwärter, dem Grab von Jacob und schließlich auch zu Roland, denn auch dieser birgt ein Geheimnis, welches nur der Leuchtturmwärter zu kennen scheint. Etwas Großes und Dunkles erhebt sich aus den Tiefen des Meeres: der Fürst des Nebels.

„Die Zeit, mein lieber Max, existiert nicht. Sie ist eine Illusion. Selbst dein Freund Kopernikus hätte das irgendwann begriffen, wenn er genau das gehabt hätte: Zeit. Eine Ironie des Schicksals, nicht wahr?“ – Seite 245

Mich hat diese Geschichte so begeistert, weil die Spannung so gut aufgebaut wurde, dass man als Leser das Gefühl hatte, das Buch aus der Hand legen zu müssen. Gleichzeitig war es aber auch aus genau diesem Grund nicht möglich, es aus der Hand zu legen. Verrückt. Außerdem liebe ich den Schreibstil des Autors, der wirklich unglaublich gut ist und nur jedem zu empfehlen.

Welches Buch hat euch unverhofft überrascht?

Kommentare:

wortmagieblog

Hallo Marie,

das klingt tatsächlich nach einem Buch für mich. Ich bedanke mich für den tollen Tipp! :D

Viele liebe Grüße,
Elli

Marie

Liebe Elli,

sehr gerne! Wenn dir dieses Buch gefällt, kann ich dir auch noch weitere, ähnliche Geschichten empfehlen, die eher im Jugendbuch angesiedelt sind von Carlos Ruiz Zafón. Einmal „Der Mitternachtspalast“ und dann noch „Der Dunkle Wächter“. Ich habe alle schon durch und ich finde sie wunderbar und einfach grandios.

Liebe Grüße, Marie

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