30. April 2016

Rezension: „Anders – Der Gott der Elder“ von Wolfgang & Heike Hohlbein


Anders – Der Gott der Elder
Wolfgang und Heike Hohlbein
Heyne Verlag
492 Seiten
Fantasy
8,99 €

Die Geschichte um Anders und Katt geht in die letzte Runde. Das packende Finale der Reihe hat mich vollkommen überrascht und überwältigt.

Inhalt
Nachdem Anders aus dem Flugzeug gestürzt ist, kann er sich an nichts mehr erinnern. Boris, ein riesiger Troll, den er in sein Herz geschlossen hat, kümmert sich um ihn und nach und nach erlangt er seine Erinnerung wieder. Anders weiß, dass er in die Stadt der Tiermenschen fliehen muss, denn dort ist er am sichersten. In den Ödlanden kann er nicht bleiben, denn die „Drachen“ suchen die gesamte Umgebung nach ihm ab. Boris weiß einen Weg, der dieser führt durch unterirdische Gänge, durch schmale und enge Umwege. Plötzlich stehen sie direkt in der Stadt der Tiermenschen, doch Anders spürt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Auf dem großen Platz haben sich die Tiermenschen versammelt und auch einige Elder sind zugegen. Was haben die beiden Völker miteinander zu tun, wo sie sich bisher noch nie ausstehen konnten. Auch die Trolle, Riesen und Gnome befinden sich unter den Tiermenschen. Auf der Suche nach seiner Liebsten, Katt, durchsucht er die Menge. Er traut seinen Augen nicht, als er sie findet. Sie scheint die Stimme ihres Volkes zu sein, doch Anders ist sich sicher, dass sie diesen Posten nicht freiwillig angenommen hat. Erst jetzt wird ihm bewusst, wie sehr er Katt vermisst hat und er kann es gar nicht abwarten, sie endlich wieder in die Arme zu schließen. Doch dazu wird er zunächst keine Gelegenheit haben. Die Stadt der Tiermenschen soll ausgelöscht werden und noch einmal versucht Anders, das Tal und seine Bewohner in eine glücklichere Zukunft zu führen. Dabei jedoch kommt er dem streng gehütetem Geheimnis des dunklen Landes auf die Spur und ist damit der Gefahr näher als er glaubt. Die Zeit rennt den beiden weg und sie wissen, dass sie Verluste hinnehmen müssen. Doch Anders gibt sich nicht so leicht geschlagen.

Gedanken
Seit dem letzten Band war ich so unglaublich gespannt auf das Ende dieser Reihe. So sehr habe ich mir ein Happy End gewünscht, in dem Katt und Anders für immer zusammenbleiben können. Ich weiß, dass ist hoffnungslos romantisch, doch ich habe es mir sehr für diese beiden Charaktere gewünscht. Außerdem wollte ich natürlich ebenfalls wissen, wer nun der Gott der Elder ist.

Zunächst einmal bauen alle vier Bände aufeinander auf und leiten ebenfalls zu den folgenden Bänden über, was unglaublich gut gelungen ist. So hat der Leser das Bedürfnis, sofort zum nächsten Teil greifen zu müssen und so weiter. Auch bei mir war es so. Wolfgang und Heike Hohlbein haben mal wieder meine Leidenschaft für Fantasybücher geweckt und mir gezeigt, dass Action nicht gleich schlecht sein muss, wie es oftmals in Filmen der Fall ist. Durchbrochen wird das ganze Abenteuer durch die Liebe von Anders und Katt, die bereits im ersten Teil entstanden ist und sich durch alle Teile zieht. Nachdem Katt im dritten Band gar nicht vor kam, spielt sie in Anders – Der Gott der Elder wieder eine tragende Rolle. Die beiden Protagonisten sind für einander bestimmt und das bringen die Autoren auch rüber. Dieses Romantische verleiht dem Buch das, was es als Ausgleich für die ganzen Kämpfe braucht: ein bisschen Ruhe.

„Es war vollkommen absurd – doch er hatte das Gefühl, genau an den Ort zurückzukehren, an den er gehörte.“ – Seite 60

Nachdem der dritte Band mehr spannend und packend, als romantisch war, ist das Verhältnis dieses Mal wieder ausgeglichen. Es ist eine grandiose Mischung aus den Kämpfen um die Stadt der Tiermenschen und das Überleben und der Liebe zwischen Katt und Anders, die einfach jeden Leser in den Bann zieht. So ungleich die beiden auch sind, so gut passen sie doch zusammen.

„So überlegen die kleine Armee seines Vaters auch sein mochte, dachte Anders, sie hatten sich die falsche Arena für diese Konfrontation ausgesucht. In einer Umgebung, in der schon der winzigste Kratzer den sicheren Tod bedeutete, konnten sie kaum einen fairen Kampf erwarten.“ – Seite 309

Hier kommt nun auch endlich Anders' Vater ins Spiel, doch erst ganz zum Schluss, in den letzten beiden Kapiteln erfahren wir das Geheimnis des Tals, der Menschen und das Geheimnis um Anders' Vater. In vier Teilen wurde auf diesen Moment hingearbeitet und immer wieder gibt es Andeutungen, doch genau wie Anders selbst, weiß auch der Leser erst dann, wie es wirklich ist, wenn auch Anders es weiß. Natürlich überlegt man hin und her, wie es ausgehen könnte, doch so, wie es am Ende ist, habe ich es überhaupt nicht erwartet und deswegen musste ich ein bisschen lachen.


Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Die Handlung wurde perfekt aufbereitet und in jedem Buch gab es einen Höhepunkt. Die Bände bauen aufeinander auf, was ich sehr gut finde und die Charaktere sind unglaublich toll und sympathisch. Die Geschichte ist spannend, ereignisreich und bekommt durch die Liebe zwischen Anders und Katt noch etwas romantisches. Eine wunderbare Mischung, die ich wirklich sehr empfehlen kann.

6 Lesezeichen

Kommentare:

Emmily

Liebe Marie,

die Bücher klingen wirklich sehr spannend. Ich bin schon längere Zeit am überlegen, ob sich die Reihe nicht auch in meinem Bücherregal gut machen würde. Ich finde es schön, dass die Buchrücken zusammen den Namen des Protagonisten ergeben. Und wie ich eben lesen konnte, scheinen die Bücher wirklich wahnsinnig gut zu sein :)

Liebste Grüße
Deine Emm

Marie

Hallo Emm. Ja, das stimmt. Es ist sehr hübsch, dass der Titel des Buches bzw. der Bücher nochmal auf allen zusammen zu sehen ist. Ich kann sie dir wirklich sehr ans Herz legen. :)

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