6. März 2016

Rezension: „Anders – Im dunklen Land“ von Wolfgang & Heike Hohlbein


Anders – Im dunklen Land
Wolfgang & Heike Hohlbein
Heyne Verlag
396 Seiten
Fantasy
8,99 €

Auf den spannenden ersten Teil folgt nun der zweite Band der Fantasyreihe.

Inhalt
Anders versucht gemeinsam mit dem Katzenmädchen Katt aus dem vergessenen Tal zu entkommen, doch dann werden sie von dem Elder Culain an einer geheimnisvollen Mauer mitten in der Eiswüste abgefangen, der sie über die Ebene des Todes ins sagenumwobene Tiernan, die hoch in den Bergen gelegene Stadt der Elder, bringt. Verzweifelt versucht Anders aus seinen Fängen zu entkommen, doch alle Versuche scheitern. In Tiernan angekommen, behandeln ihn alle als sei er etwas besonderes, doch Katt dagegen werden verachtende Blicke zugeworfen. Seit jeher ist es ein eisernes Gesetz, keine Tiermenschen in die Stadt zu bringen. Daher wird Katt versteckt. Anders kann das nicht nachvollziehen und möchte seine Freundin beschützen. Die beiden kommen sich immer näher und je mehr die Elder Katt verurteilen, desto sturer und patziger wird er. Das Ganze wirkt sich nachteilig auf Katt aus, doch Anders versteht nicht, wieso keine Tiermenschen nach Tiernan kommen dürfen und warum Katt und er nicht zusammen leben dürfen. Als er die Wahrheit erfährt, gerät alles aus dem Ruder und Anders muss plötzlich nicht nur seine große Liebe schützen, sondern auch sich selber. Nebenbei versucht er immer noch, aus der Stadt der Elder zu fliehen und schmiedet ununterbrochen Fluchtpläne.

Gedanken
Nachdem ich bereits vom ersten Teil so überzeugt gewesen bin, war ich mir sicher, dass auch der zweite Teil gut werden würde. Und das ist er. Anders – Im dunklen Land ist ebenso spannend und aufregend und hat mich wieder einmal sofort mitgerissen in das Land der Elder und in die Geschichte von Anders und Katt, zwei Charakteren, die ich hier noch viel besser kennen lernen durfte. Da Katt sich nun nicht mehr bei ihrer Sippe, den Tiermenschen, befindet, fällt dem Leser gar nicht so auf, dass sie halb Mensch, halb Katze ist. Das Ganze wird in der Stadt der Elder, in Tiernan, allerdings dadurch auf die Spitze getrieben, dass Katt nie nach draußen darf. Niemand darf wissen, dass sie nicht reinblütig ist, denn die Gesetze sagen, dass ein Tiermensch niemals das Innere der Stadt betreten darf. Trotzdem kümmert sich Morgen intensiv um die zahlreichen Verletzungen, die Katt auf der Reise davon getragen hat. Anders kann das Ganze noch nicht begreifen und immer wieder versucht er zusammen mit Katt zu fliehen, doch alle seine Versuche scheitern.

„Und er sollte sogar Recht behalten. Am Ende war es die Wand, die vor ihm kapitulierte, und nicht umgekehrt. Aber es sollten beinahe sieben Monate vergehen, bis es soweit war.“ – S.396

Anders findet heraus, was der eigentliche Grund ist, warum Katt geduldet wird vom Hohen Rat, doch als er es Katt mitteilen will läuft alles aus dem Ruder. Nachdem die Elder von der Jagd wiederkommen und ihre Beute mitbringen, erkennt Anders erschreckend, von was für einer Beute sie gesprochen haben. Auch Katt glaubt ihren Augen nicht zu trauen. Sie greift Culain an, doch als Anders sieht, dass ein weiterer Elder zum Schwert greift, rennt er los, um Katt zu retten. Damit besiegelt er allerdings ihr beider Schicksal und wird daraufhin bestraft.

Die letzten Seiten waren unglaublich spannend und ereignisreich. Ich konnte gar nicht schnell genug erfahren, was als nächstes passiert und dann war der Roman auch schon zu Ende. Wie auch beim ersten Teil hatte ich sogleich das Bedürfnis, den folgenden Teil zu lesen um zu erfahren, was danach passiert. Ich finde es unglaublich, wie gut die Autoren hier arbeiten und wie sie das Gefühl beim Leser erzeugen, gleich weiterlesen zu müssen. Der Schreibstil ist unglaublich packend und an den richtigen Stellen gefühlvoll und romantisch. Wolfgang und Heike Hohlbein erzeugen Bilder, die der Leser gleich vor Augen hat und das ist wunderbar. Nicht einmal habe ich mich gefragt, wie die Charaktere oder die Umgebung wohl aussehen mögen. Eine grandiose Leistung, wie ich finde.

Spannungsgeladen und aufregend führt das Autorenpaar Wolfgang und Heike Hohlbein Anders' Geschichte weiter und vollführen dabei eine Punktlandung. Wahnsinnig tolle Geschichte und auch die neuen, wie die alten Charaktere sind wunderbar und stark. Eine packende Fortsetzung und absolut zu empfehlen. Ich vergebe 6 Lesezeichen.

Alles Liebe,
Eure Marie

Keine Kommentare:

Schreibe einen Kommentar