7. November 2015

Buchvorstellung: „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“ von Cornelia Funke

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch drei Bücher vorstellen: „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“ von Cornelia Funke. Diese drei gehören zu meinen Lieblingsbüchern und ich bin wahnsinnig stolz auf sie. Eigentlich sind es die Bücher meiner Mutter, aber sie hat sie mir überlassen. Zum einen, weil sie gar nicht liest und zum anderen, weil sie sowieso schon immer in meinem Regal standen. Sie sind sozusagen von Beginn an in meinen Besitz übergewandert.


Tintenherz:
„Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen. Noch viele Jahre später musste Meggie bloß die Augen schließen und schon hörte sie ihn, wie winzige Finger, die gegen die Scheibe klopften. Irgendwo in der Dunkelheit bellte ein Hund, und Meggie konnte nicht schlafen, so oft sie sich auch von einer Seite auf die andere drehte.
Unter ihrem Kissen lag das Buch, in dem sie gelesen hatte. Es drückte den Einband gegen ihr Ohr, als wollte es sie wieder zwischen seine bedruckten Seiten locken. „Oh, das ist bestimmt sehr bequem, so ein eckiges, hartes Ding unterm Kopf“, hatte ihr Vater gesagt, als er zum ersten Mal ein Buch unter ihrem Kissen entdeckte. „Gib zu, es flüstert dir nachts eine Geschichte ins Ohr.“ – „Manchmal!“, hatte Meggie geantwortet. „Aber es funktioniert nur bei Kindern.“ Dafür hatte Mo sie in die Nase gezwickt. Mo. Meggie hatte ihren Vater noch nie anders genannt.“

Tintenblut:
„Es dämmerte, und Orpheus war immer noch nicht da.
Farids Herz schlug schneller, wie immer, wenn der Tag ihn mit der Dunkelheit allein ließ. Verfluchter Käsekopf! Wo blieb er nur? In den Bäumen verstummten schon die Vögel, wie erstickt von der aufziehenden Nacht, und die nahen Berge färbten sich schwarz, als hätte die untergehende Sonne sie versengt. Bald würde die ganze Welt so kohlrabenschwarz sein, selbst das Gras unter Farids nackten Füßen, und die Geister würden zu flüstern beginnen. Farid kannte nur einen Ort, an dem er sich vor ihnen sicher fühlte: dicht hinter Staubfinger, so dicht, dass er seine Wärme spürte. Staubfinger fürchtete die Nacht nicht, er liebte sie.
„Na, hörst du sie schon wieder?“, fragte er, als Farid sich an ihn drängte. „Wie oft soll ich es dir noch sagen? In dieser Welt gibt es keine Geister. Einer der wenigen Vorzüge, die sie hat.“

Tintentod:
„Mondlicht fiel auf Elinors Morgenmantel, auf ihr Nachthemd, ihre nackten Füße und den Hund, der zu ihren Füßen lag. Orpheus' Hund. Wie er sie ansah mit seinen ewig traurigen Augen. Als fragte er sich, warum, um aller aufregenden Gerüche in der Welt, sie mitten in der Nacht in ihrer Bibliothek saß, umgeben von schweigenden Büchern, und einfach nur vor sich hin starrte.
„Ja warum?“, fragte Elinor in die Stille. „Weil ich nicht schlafen kann, du dummes Vieh.“ Den Kopf tätschelte sie ihm trotzdem. So weit ist es mit dir gekommen, Elinor!, dachte sie, während sie sich mühsam aus ihrem Sessel erhob. Verbringst die Nächte damit, dich mit einem Hund zu unterhalten. Dabei kannst du Hunde nicht mal leiden, und diesen schon gar nicht, weil er dich mit jedem hechelnden Atemzug an seinen abscheulichen Herrn erinnert!“

Die Geschichte handelt von einem Mädchen, Meggie, und ihrem Vater, Mo, der Dinge aus Büchern herauslesen kann. Und das kann alles sein: Menschen, Gold, Tiere... Mo hält diese Fähigkeit geheim, bis er entführt wird, von Caprikorn, einem Bösewicht, den er vor vielen Jahren aus dem Buch Tintenherz herausgelesen hat. Nun möchte er, dass Mo ihm einen sehr guten Freund herausliest, doch dieser bringt nur Unheil und Schrecken. Als Mo sich weigert, nimmt er Meggie gefangen und sie erfährt, dass auch sie die Fähigkeit besitzt, Dinge aus Büchern herauszulesen. Caprikorn findet das heraus und benutzt nun Meggie für seine Zwecke. Doch Mo lässt sie nicht im Stich und macht sich auf, sie zu retten.

Cornelia Funke hat eine Geschichte geschrieben, die traurig, spannend und trotzdem auch glücklich ist. Sie hat mich bewegt. Außerdem geht es um Bücher, was das Buch noch einmal besonders macht. Die Cover sind einzigartig und wunderschön. Alle drei sind gleich aufgebaut, doch jedes sieht anders aus und sie haben alle eine andere Farbe: rot, grün und blau. Ganz bestimmt werde ich die Bücher bald wieder lesen, denn leider weiß ich nicht mehr so genau, was in Band II und III geschieht.

Ich möchte euch diese drei Bücher sehr ans Herz legen. Sie sind wirklich unglaublich toll geschrieben und lassen sich wunderbar lesen. Die Geschichte ist grandios und die Charaktere haben es mir auch angetan.

Vielleicht kennt der eine oder andere (das ist sehr wahrscheinlich) die Bücher bereits? Findet ihr sie auch so schön?

Eure Marie

Kommentare:

Emmily

Liebe Marie,

ich habe leider die Bücher noch nie gelesen. Das muss ich auf jeden Fall nachholen. Ich denke, dass ich wirklich was verpasse, wenn ich sie nicht lese.
Ich kenne den Film "Tintenherz". Ich habe aber gehört, dass er die Bücher sehr stark zusammenfast. Da ich die Bücher nicht gelesen habe, kann ich dies nicht beurteilen. Aber es wird sich sicherlich bald ändern :)

Das ist übrigens ein sehr schönes Bild, was du von den Büchern gemacht hast :D

LG
Deine Emm

Marie

Ja, das stimmt! „Tintenherz“, der Film, ist sehr gekürzt und nimmt schon etwas vom zweiten Teil voraus. Ich mag ihn aber trotzdem, nicht zuletzt aufgrund der guten Besetzung von Mo und Meggie und auch Elinor!
Vielen Dank, Emm! <3

Liebe Grüße, Marie

Schreibe einen Kommentar