23. März 2015

[Rezi] Teufelsengel – Monika Feth

Titel: Teufelsengel
Autorin: Monika Feth
Verlag: cbt
Erscheinungjahr: 2011
Genre: Thriller
Band: Teil I
ISBN: 978-3-570-30752-6
Lesevergnügen: 410 Seiten
Preis: 9,99 €
Einband: Taschenbuchausgabe
Bewertung: 6 Lesezeichen

Beginn:
»Sie hörte das feine, spitze Geräusch schon, noch bevor es ihre Ohren richtig erreicht hatte, und ihr wurde vor Entsetzen kalt.«

Inhalt:
Romy Berner ist Volontärin beim KölnJournal und sehr ehrgeizig. Sie möchte allen zeigen, dass sie einmal eine wirklich gute Jounalistin werden kann. Dann zieht die Polizei einen Toten aus dem Wasser und wenig später wird ein völlig abgemagertes Mädchen im Park tot aufgefunden. Zunächst glaubt niemand an einen Zusammenhang der Morde und drei weiterer, denn es gibt keine Hinweise dafür. Einzig Romy und Kommissar Bert Melzig ziehen die Möglichkeit in Betracht, dass alle zusammenhängen könnten, doch sie ermitteln getrennt voneinander. Romy ist sich sicher, einer ganz heißen Story auf die Spur gekommen zu sein und beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei trifft sie auf eine Bruderschaft, die ihr komisch vorkommt. Was haben die fünf Morde gemeinsam? Immer wieder stellt sie sich diese Frage. Sie trifft auf Pia, doch sie ahnt nicht, dass auch sie der Bruderschaft angehört. Romy fragt alle Angehörigen und Freunde der Toten, doch sie stößt auf nichts, als auf Geheimnisse und dann begreift sie es. Die Geheimnisse sind das, was alle miteinander verbindet. Darin muss sie weiter nachforschen. Doch leicht wird das nicht, denn dafür muss sie sich auf das Gelände der Bruderschaft wagen und das nicht nur einmal. Die Jünger sind alles andere als zimperlich und folgen ihrem Abt bedingungslos. Als Romy das volle Ausmaß begreift, ist es bereits zu spät. Sie sitzt im Kloster fest und sie weiß, dass man sie nicht so leicht finden wird, denn sie hat niemanden benachrichtigt…

Ort des Geschehens:
Teufelsengel spielt in Köln. Romy Berner lebt dort mit ihrem Freund Cal und Kommissar Bert Melzig wurde dorthin versetzt. Letzteren kennen wir bereits aus einer anderen Reihe. Obwohl es eine neue Stadt ist, scheint der Kommissar immer noch der alte zu sein. Vor allem dreht sich das Geschehen jedoch um Romy Berner und das Kloster St. Micheal.

Meine Meinung:
Mal wieder ist es nicht das erste Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, doch es ist ein zweiter Teil erschienen und da habe ich es mir einfach angewöhnt, den ersten bzw. die vorherigen Bände noch einmal zu lesen, auch wenn ich es schon getan habe. Dadurch verinnerlicht sich die Geschichte besser und ich komme mit dem folgenden Band sehr viel besser zurecht.
»Das Leben war ein einziger Kampf. Gegen das Böse, das überall lauerte.« – S.32
Die Autorin Monika Feth ist mir natürlich schon aus »Der Erdbeerpflücker« bekannt und ich war mir sofort sicher, dass mich auch die folgende Reihe fesseln würde, auch wenn Jette dort nicht vertreten ist, sondern eine ganz neue Person. Aber Romy kam mir gleich sehr sympathisch vor und da muss man das Buch einfach lieben. Es ist ähnlich aufgebaut wie die andere Reihe, doch das stört mich nicht, da es von der gleichen Autorin stammt und ich dass sogar gehofft habe. Ich wurde nicht enttäuscht.
Das Gute kämpft gegen das Böse. So habe ich die Thriller der Autorin kennen gelernt. Eine oder mehrere Personen machen sich auf, und recherchieren auf eigene Faust, weil sie glauben, die Polizei sei nicht da, wenn man sie braucht. Auch hier ermittelt Romy Berner auf eigene Faust und wie es so kommen musste, gerät sie dadurch in große Gefahr, denn sie geht in die »Höhle des Löwen«. Sie möchte ihre eigene, große Story schreiben, aber sie sagt niemandem wo sie hingeht. Auch als es brenzlig wird, entscheidet sie sich, ihr Handy auszustellen. Natürlich machen sich ihre Freunde Sorgen um sie und schalten die Polizei ein. Da auch Bert Melzig einen Verdacht hat und mit einem Kollegen zusammen auf eine heiße Spur gestoßen ist, stellt sich bald nicht mehr die Frage, wo Romy sein könnte – denn sie wissen es. Aber es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Feth befasst sich intensiv mit dem Tod. Immer wieder wird das auf den Seiten des Buches deutlich. Überall ist der Tod spürbar, doch der Leser spürt ebenfalls das Leben, welches die Protagonisten versprüht. Die Erzählperspektive wechselt ständig von einer Person zur anderen. Das ist nicht schlimm. Im Gegenteil. Es verleiht der Lektüre etwas Berauschendes. Der Leser ist auf die Person fixiert, die gerade erzählt und dann wechselt die Sicht. Man muss immer weiter lesen und kann die Geschichte nicht aus der Hand legen, bevor man nicht weiß, wie es ausgeht und ob sie es schaffen, Romy zu befreien. Der Leser erhält viele Informationen zur gleichen Zeit, in der die Handlung abläuft. Eben durch diese Perspektivwechsel und das macht das Buch so unglaublich spannend und begehrenswert. Ich habe dem Ende entgegengefiebert, denn ich wollte endlich wissen, ob das Gute siegt und das Böse verliert.
»Da draußen war ein Täter, den er finden musste. Und er würde ihn finden. Es war ein Versprechen, das er dem Toten gegeben hatte. Bisher hatte er noch jedes Versprechen gehalten.« – S.40
Der Leser weiß ziemlich zu Beginn, was Sache ist, aber das Wichtige ist natürlich, dass auch die Ermittler auf diese Erkenntnis stoßen. Genau das macht die Spannung des Buches aus.

Romy Berner ist ein neues Gesicht, doch ich bin bereit, ein weiteres Abenteuer mit ihr zu erleben und freue mich auf den zweiten Band der (hoffentlich) Reihe und bin gespannt, wie es weitergeht.

Résumé:
»Teufelsengel« ist eine spannende Geschichte, die mich von vorne bis hinten gefesselt hat, mit der ich mitgefiebert habe. Handlung und Charaktere sind klasse. Ich vergebe 6 Lesezeichen! Ein großes Lob an die Autorin!

Marie

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