13. März 2014

[Rezi] Das Tal-Die Entscheidung – Krystyna Kuhn

Titel: Das Tal-Die Entscheidung
Autorin: Krystyna Kuhn
Verlag: Arena
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Thriller
Band: Teil VIII
ISBN: 978-3-401-06728-5
Lesevergnügen: 239 Seiten
Preis: 9,99€
Einband: Taschenbuch
Bewertung: 6 Lesezeichen

Erster Satz:
"Steigt es auf – aus den Rissen der Erde,
Löst es sich – aus den Steinen der Tiefe,
Erhebt es sich – über den Strömen der Wasser."

Inhalt:
Nach der Evakuierung des Grace College bleiben nur noch Katie, Ben, Julia, Robert, David, Rose, Chris und Debbie zurück und sie müssen sich beeilen, denn ihnen bleiben nur noch wenige Stunden, um das Rätsel des Tals zu lösen und den Untergang der Menschheit zu verhindern. Immer mehr Katastrophen breiten sich in der Welt aus, doch nur zusammen können sie gewinnen.
Im Brustbeutel des Toten Paul Forster finden sie eine Karte des Tal, die sie schon seit Jahren suchen. Nie gab es irgendwelche Hinweise auf eine Kartografierung, doch nun können sie in das Labyrinth gelangen und das Geheimnis aufdecken. Durch dunkle und enge Gänge gelangen sie in das Herz des Tunnelsystems: die Kathedrale. Dort muss das Rätsel zu finden sein und dann bekommen sie Hilfe von jemandem, mit dem keiner von ihnen gerechnet hat. Nur Robert wusste davon, doch ihm war auch bewusst, wenn er seinen Freunden die ganze Wahrheit sagen würde, wären sie nicht mitgekommen und nur zu acht ist es möglich, die Katastrophen zu verhindern.
Am Ende die Entscheidung: Kann durch Vertrauen alles gerettet werden?

Meine Meinung:
Season 2: Das Tal-Die Entscheidung: Der finale Band der Reihe und alle Protagonisten finden zusammen. Jeder hat eine tragende Rolle und nur zusammen ist es möglich, das Rätsel zu lösen und die "Tal"-Reihe somit zu beenden. In den vorherigen Teilen hat die Autorin uns vor allem auch die Gesichter der Hauptpersonen gezeigt. Nun zeigt sie uns, wie perfekt sie ihr gelungen sind und ob sie sie aufrecht erhalten können, auch über die Geschichte hinaus.
In "Das Tal-Die Entscheidung" wird vor allem aus Katies Sicht berichtet, allerdings mit einem auktorialen Erzähler. Er weiß alles über ihre Gefühle und beschreibt die Handlungen der anderen. Der Grund, warum wir so viel mit Katie erleben, wird in diesem Band erläutert.

Katie ist stark, aber ist sie auch stark genug, den Weg des Neubeginns zu gehen? Gemeinsam mit ihren Freunden, sie ihr mittlerweile sehr viel bedeuten trifft sie eine Entscheidung: Das Tal muss gestoppt werden. Die Katastrophen werden immer stärker und gefährlicher, in der ganzen Welt wird der Notstand ausgerufen und der Ursprung liegt im Tal. Nur Robert und seine Freunde befinden sich in unmittelbarer Nähe und sind auf der Suche nach der Lösung. Sie begeben sich in das Labyrinth unter dem Tal. Zu acht können sie es schaffen. Jeder einzelne von ihnen besitzt eine Rolle. Jeder besitzt einen Planeten. Jeder einen Weg. Katie ist der achte: der Weg des Neubeginns und so liegt es an ihr, die Quelle wieder zu schließen, während die anderen darauf warten, befreit zu werden. Dabei müssen sie vertrauen und gerade das ist für Katie unheimlich schwer. Immer wieder zweifelt sie, das Richtige getan zu haben. Dann ist sie sicher: Sie hat den falschen Menschen vertraut.
"Ihr seid die einzige Hoffnung, die die Menschen dort oben noch haben. Ihre Rettung. Allerdings müsst ihr es aus freiem Willen tun. Das ist wichtig. Sonst wird die Welt sich nicht verändern, sondern untergehen." Die Worte hingen in der Luft. In Leuchtschrift. Jeder Satz fühlte sich an wie ein Hammer, der Katies eigenen Willen vernichtete. – S. 163
Band VIII ist der Showdown, das Ende, und gleichzeitig der Neubeginn. Es ist eine Geschichte mit so vielen Facetten, die die Autorin unglaublich gut zusammen geführt hat. Wortgewaltig schreibt sie die Reihe auf 239 Seiten zu Ende und immer wieder habe ich mich gefragt, wie will sie das bloß schaffen? Eine so grandiose Vorstellung auf diesen paar Seiten zu beenden? Das geht doch gar nicht. Aber natürlich geht das und es ist klasse. Von Anfang an befinden wir uns mitten drin und schon gleich beginnt die Autorin mit einer Prophezeiung, die dem Leser eine Gänsehaut über den ganzen Körper jagt. So unvergesslich, dass man sie das gesamte Buch im Hinterkopf behält und sie auf den Seiten immer wieder in Erinnerung gerufen wird. Spannend und gefühlvoll erzählt sie, wie die Freunde das Rätsel lösen und dabei an ihre Grenzen geraten und dem Tod in die Augen sehen müssen. Sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich möchte sie nicht mehr loslassen. Umso wehmütiger bin ich, dass dies der letzte Band ist.

Aus dieser Erstarrung wurde er gerissen, als ein lautes Donnern ertönte und der Felsen unter ihm zu beben begann. Alles schien zu vibrieren. Der Boden zu seinen Füßen, sein ganzer Körper. Er spürte sich wieder.
"Das ist das Ende", schrie Debbie. – S. 184

Und was für ein Ende es ist! Ich habe regelrecht gespürt, wie das Adrenalin in meinen Körper gepumpt wurde. Die Spannung, die die Hauptpersonen durchhalten mussten, habe auch ich durchgehalten. Die Geschichte ist so real in manchen Momenten, dass man glauben könnte, selbst ein Teil von ihr zu sein. Dann ist die Handlung wiederrum so absurd, aber gleichzeitig auch wieder so genial. Man kann sich nicht von ihr losreißen und ich möchte es auch gar nicht.

~ Ich weiß nicht, wann mich eine Reihe zuletzt so sehr berührt hat, wie diese! ~

Ich bin total begeistert. Die Charaktere sind der Wahnsinn. Die Geschichte ist unglaublich. Der Zusammenhalt, der die Gruppe stärkt, ist klasse. Das Ende ist nah und trotzdem fern.
So gerne hätte ich noch viele weitere Bände gelesen, aber das ist immer so. Man kann nicht genug davon bekommen!

Résumé:
Die Autorin überzeigt mit einer grandiosen und fesselnden Geschichte. Alles passt zu hundert Prozent. Die Charaktere haben alle Eigenschaften, die ich mir gewünscht habe und alle haben am Ende der Reihe ein Gesicht. Keiner bleibt im Dunkeln. Nicht nur der achte Band ist wunderbar, sondern die gesamte Reihe!!! Ich vergebe an dieses unglaubliche Exemplar 6 Lesezeichen!

Marie

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