14. Februar 2014

[Rezi] Der Mädchenmaler – Monika Feth

Titel: Der Mädchenmaler
Autorin: Monika Feth
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Thriller
Band: Teil II
ISBN: 978-3-570-30193-7
Lesevergnügen: 383 Seiten
Preis: 8,95€
Einband: Taschenbuch
Bewertung: 6 Lesezeichen

Erster Satz:
"Lautlos und ohne Licht glitt der graue Mercedes heran und blieb stehen."

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Freundin Caro, wollen Jette und Merle das Zimmer neu vermieten. Allerdings nur an einen Jungen. Mike, der die Anzeige gelesen hat, meldet sich bei ihnen und er bekommt das Zimmer. An die Freundin von ihrem neuen Mitbewohner kommen die Mädchen jedoch nicht wirklich heran. Ilka gibt nicht viel über ihre Vergangenheit preis und auch Mike kennt seine Freundin noch nicht richtig. Immer mal wieder wirft sie ihm ein Stück aus ihrem Leben zu, doch das wirft nur noch mehr Gehemnisse auf. Dann verschwindet Ilka plötzlich spurlos und niemand weiß wo sie ist, denn niemand kennt sie wirklich. Niemand, bis auf Ruben, ihr Bruder, aber von dem hat sie keinem etwas gesagt. Er sperrt sie in ein riesiges Haus, aus dem sie nicht flüchten kann. Sie scheint ihm hilflos ausgeliefert zu sein.
Jette, Merle und Mike können nicht mehr warten, bis die Polizei Hinweise gefunden hat, denn sie sind überzeugt davon, dass Ilka entführt worden ist. Sie beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln und dann gerät Jette ebenfalls in den Fokus des Entführers.

Meine Meinung:
"Ich war schon immer eine Querbeetleserin und interessiere mich für alles, was mir in die Hände fällt." – S. 131
Mit Der Mädchenmaler setzt die Autorin die Reihe in wundersamer Weise fort. Nach einem grandiosen Beginn geht die Geschichte über die Freundinnen Jette und Merle weiter und sie erleben wieder so einiges.
Nach dem Tod ihrer Freundin Caro, sind die beiden Mädchen nun bereit, neuen Wind in die Wohngemeinschaft zu bringen und vermieten das Zimmer an Mike, einen netten und gut aussehenden jungen Mann. Seine Freundin Ilka jedoch ist für sie alle ein Geheimnis. Über ihre Vergangenheit sagt sie so gut wie gar nichts und auch Mike erfährt nur sehr wenig. Trotzdem mögen sie sie. Als Ilka spurlos verschwindet läuten nicht nur bei Mike die Alarmglocken. Auch Jette und Merle machen sich große Sorgen. Wieder einmal ermitteln sie auf eigene Faust und geraten dabei selbst in Gefahr.

In dieser Lektüre treffen wir einige Protagonisten wieder, die wir schon aus dem ersten Band kennen: Jette, Merle, den Kommissar Bert Melzig und natürlich Jettes Mutter Imke Thalheim. Nach dem ersten schrecklichen Ereignis aus Der Erdbeerpflücker erleben Jette und Merle wieder ein Abenteuer, welches sie nicht vergessen werden. Spannend erzählt die Autorin eine Geschichte über Freundschaft und Liebe. Sie zeigt dem Leser, dass Liebe aus mehreren Seiten besteht und es verschiedene Arten von Liebe gibt. Schnell steigt der Leser in die Geschichte ein und wird mitgerissen. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt auf den letzten Kapiteln und dann ist die Handlung zu Ende.

Immer schneller springt der Leser von einer Hauptperson zur anderen. Wir haben Einblick auf die Gedanken jedes Protagonisten, auch auf die des Entführers. Der Leser nimmt alles wahr und hofft auf ein gutes Ende, welches er auch bekommt. Wie schon in Teil I endet die Geschichte abrupt und das weitere Geschehen wird erst im nächsten Band beschrieben. Aber dadurch werden die Teile noch spannender. Man muss alle Bände unbedingt lesen und es geht immer weiter. Die Bücher erreichen immer wieder einen Höhepunkt, dann fällt die Spannung ab und ein neues Ereignis wartet auf die Freunde.
"Während sie sich an die Hitze des Sommers erinnerte, an den Gesang der Vögel und das lebhafte Summen im Gras, spürte sie die beißende Kälte auf den Wangen. Hör auf, dich wieder wegzuträumen, rief sie sich zur Ordnung, nahm allen Mut zusammen und drückte auf den Klingelknopf." – S. 44
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht. Schnell konnte ich in die Welt der Geschichte abtauchen und auch wenn ich etwas länger für die Lektüre gebraucht habe, so wusste ich immer, was zuvor geschehen ist. Monika Feth widmet sich jedem einzelnen Protagonist zu. Die Sicht wechselt immer wieder und zum Ende hin immer schneller. Als Leser kann man dem Wechsel sehr gut folgen.

Gefühlvoll werden wir an Ilkas Vergangenheit herangeführt. Die Charaktere kommen sehr sympathisch rüber und vor allem mit Jette und Merle konnte ich mich identifizieren, da die beiden wie Pech und Schwefel sind. Sie halten zusammen und durchleben viele Ereignisse, wobei sie sich aufeinander verlassen können.

Zu der Geschichte passt ganz wunderbar das Cover. Die roten Farbspritzer und der Pinsel stimmen mit Titel und Handlung überein.

Résumé:
Spannend und gefühlvoll schreibt die Autorin eine Liebesgeschichte, die direkt in die Herzen der Leser wandert. Wunderbar fesselnd ist die Handlung und absolut weiterzuempfehlen. Ich vergebe für dieses Meisterwerk gerne 6 Lesezeichen!

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