6. Juni 2013

[Rezi] Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie – Lauren Oliver

Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Originaltitel: Before I Fall
Autorin: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: April 2013 als Taschenbuch
Genre: Jugendbuch, Leben, Liebe, Freundschaft
Band: Einzelband
ISBN: 978-3-551-31200-6
Seitenzahl: 445
Preis: 8,99€

Erster Satz:
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aber bei mir war es nicht so.

Inhalt:
Samantha Kingston, kurz Sam, beginnt den 12. Februar wie jeden anderen. Morgens geht sie ohne etwas zu frühstücken aus dem Haus und wird von ihren drei besten Freundinnen abgeholt. Dann geht es zur Schule und ein Kampf um den letzten Parkplatz beginnt. In der Schule angekommen, erlebt sie einen Schultag, wie sonst auch. Sie wird zu einer Party eingeladen, zu der es am Abend gehen soll, doch diese Party wird Samanthas letzte sein.
Als sie am nächsten Morgen wieder aufwacht, muss sie den Tag noch einmal durchleben und auch die nächsten sechs Tage, dreht sich alles um diesen einen Tag. Dabei verändert sie sich jedes Mal, damit das Ende nicht so passiert, wie vorgesehen, doch sie muss begreifen, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten, sondern zu sterben.

Meine Meinung:
Dem Titel nach zu urteilen, müsste sich das Buch um den Tod eines Menschen oder einer Gruppe drehen, doch das stimmt nicht hundertprozentig, denn es geht eigentlich eher darum, am Leben zu bleiben, das Leben in den Griff zu bekommen, so die Protagonistin Samantha Kingston. An sieben Tagen wacht sie auf, und durchlebt diesen einen Tag, den 12. Februar, immer wieder. Um das Unglück zu vermeiden, welches bereits sehr früh geschildert wird, verändert sie Dinge. Sie versucht, nicht zu der Party zu gehen, versucht, ihren Freundinnen die Augen zu öffnen, doch dies alles hilft nicht. Langsam glaubt sie, sie sei verrückt.
Am siebten Tag jedoch weiß sie, was sie zu tun hat und sie begreift, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten, zumindest nicht so, wie sie es nicht vorstellt, denn es ist der Tod, der sie rettet.

Genau damit endet das Buch, mit dem Tod, aber das stimmt nicht ganz. Hier möchte ich allerdings nicht mehr vorweg nehmen, denn das Ende soll man bekanntlich nicht verraten und das werde ich auch nicht tun.

Beginnen wir am Anfang. Der Leser bekommt zunächst einen Einblick in die Protagonistin und ihr Leben. Im ersten Kapitel beginnt die Geschichte und man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen. Samantha beginnt diesen Tag wie immer und er endet, wie auch jeder andere Tag hätte enden können. Jedes weitere Kapitel beschäftigt sich ebenfalls mit diesem einen Tag, doch jedes Mal verläuft er etwas anders. Samantha versucht, ihren Tod zu verhindern, dabei weiß sie nicht wirklich, dass sie am Ende diejenige ist, dessen Leben gerettet wird. Weil sie den Tag immer wieder erlebt, gelangt sie zu einer Erklärung, wieso sie sterben muss und erfährt die Wahrheit über ihre Freundinnen.

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie ist eine Geschichte, die ans Herz geht. Am Ende jeden Kapitels wartet man darauf, dass der Spuk endlich zu Ende ist, und dass Samantha den Tag nicht noch einmal wiederholen muss. Durch den Schreibstil durchlebt der Leser Samanthas Geschichte ebenfalls und wird von ihr durch die Handlung geführt. Man ist immer hautnah dabei und fühlt die gleichen Gefühle wie sie: Enttäuschung, Glück, Frieden und Liebe. Genau wir die Protagonistin kann sich der Leser nicht aus der Geschichte befreien und wird gezwungen, etwas zu verändern. Samantha wacht immer wieder auf, doch es ist immer der eine Tag. Sie begreift nicht, wieso die anderen normal leben und sie nicht. Am Ende des Buches bekommt man darauf eine Antwort.

Die Geschichte ist gut verpackt, in eine doch eher irrationale Handlung. Sie ist spannend und Emotionen sind garantiert. Der ungewöhnliche und lange Titel wird bereits in dem ersten Kapitel aufgegriffen und zieht sich durch das gesamte Buch, was sehr gut ist. Die Protagonisten passen vollkommen in die Geschichte hinein und Samantha war mir sofort sympathisch. Das Cover passt wunderbar zu der Handlung, durch die Lichter und Lichtreflexe, die darauf zu sehen sind.

Eine Geschichte, die ans Herz geht.

Negativ war für mich eindeutig das Ende, denn hierbei konnte man sich die Geschichte weiterdenken und es war ein offenes Ende, was ich persönlich nicht so gerne habe. Ich würde es schöner finden, wenn der letzte Satz weggelassen wäre, denn das wäre ein perfektes Ende. Da war ich doch schon etwas enttäuscht.

Fazit:
Ein spannendes Buch, gute Charaktere, Emotionen garantiert. Nur das Ende hat mir etwas zu schaffen gemacht. Ihr solltet es lesen! ~ 5 Lesezeichen.

Kommentare:

Petra Murach

Hy meine Liebe,
schön dass du wieder öfter da bist. Wenn du magst, schau mal hier vorbei.
http://petrasternthaler.blogspot.de/2013/06/ich-habe-einen-award-bekommen.html
Liebe grüße, Petra

fremdewelt

Danke für die wunderschöne Rezension! Jetzt MUSS ich das Buch lesen! :)

Liebe Grüße
Buchheldin

Lucian

@Petra: Wow dankeschön :) ich fühle mich geehrt :)

@Buchheldin: Ja, das Buch ist wirklich klasse. Hast du es schon und es lag nur auf deinen ungelesenen Büchern?

Eure Lucian

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